Welcher Text soll auf den Haussuche Flyer oder die Postkarte? Meine Tipps & Tricks



Okay, jetzt mal Butter bei die Fische: Eine der am häufigsten gestellten Fragen bei der Bestellung von Haussuche Postkarten in meinem Shop ist “Was sollen wir in den Text schreiben? Hast du Ideen und Tipps?”

Jupp, habe ich. Denn inzwischen habe ich so einiges an Erfahrungen sammeln können und jetzt möchte ich euch die mal in einem Blogpost zusammenfassen. Natürlich könnt ihr die auch völlig unabhängig von meinen Karten benutzen – meine Beispieltexte sind aber von der Länge her alle ungefähr so, dass sie auf eine A6 Postkarte passen.



Ganz am Ende findet ihr einen Link zum pdf, in dem ich euch einige Beispieltexte gesammelt habe. Die dürft ihr sehr gerne als Inspiration für eure Suche benutzen. Denn ganz unabhängig davon, ob ihr bei mir Karten bestellt oder nicht: Euch bei eurer Haussuche zu unterstützen liegt mir echt am Herzen. Und damit starten wir auch schon direkt in den ersten Tipp:



Tipp Nr. 01

Haltet euch kurz


Ja, ich weiß. Ihr möchtet gern total viel von euch erzählen, damit die Karte individuell und persönlich ist (siehe Tipp Nr. 05). Das ist auch sehr sinnvoll, aber in Zeiten, in denen die meisten Menschen die Aufmerksamkeitsspanne eines Kolibris haben, sind lange Texte eher kontraproduktiv. Daher empfehle ich euch einen Text mit nicht mehr als 500 Zeichen. Darin bekommt ihr auch schon eine ganze Menge an Informationen unter und bleibt zeitgleich bei einer Textlänge, die sich auch mal so überfliegen lässt.

Tipp Nr. 02

Seid erreichbar


Viele jüngere Menschen sind ausschließlich über Handy erreichbar und das ist super praktisch, aber erfahrungsgemäß scheuen sich gerade ältere Menschen oft, auf einer Handynummer anzurufen. Und Emails zu schreiben ist auch nicht unbedingt ihre Spezialität. Daher kann es je nach Zielgruppe (siehe Tipp Nr. 04) sehr viel Sinn machen, wenn man als Kontaktdaten nicht nur Emailadresse und Handy-Kontakt, sondern auch eine Festnetznummer angibt. Die sollte dann natürlich auch regelmäßig “besetzt” sein, damit Anrufe nicht ins Leere laufen.

Und falls euch doch mal jemand per Handy oder Festnetz nicht direkt erreicht denkt auch daran, eure Anrufbeantworter-Sprüche Verkäufer.innen-tauglich zu machen: Also möglichst keine automatisch generierte Roboteransage, bei der man nicht weiß, wen man da gerade angerufen hat. Und auch kein nur für Freunde bzw. die Familie gedachter “flotter” Spruch, sondern eine freundliche, professionelle und trotzdem individuelle Ansage, bei der man gerne eine Nachricht hinterlässt.

Tipp Nr. 03

Schafft euch eine neue Mailadresse an


Ganz eng verwandt mit dem zweiten Tipp ist dieser hier: Benutzt für die Suche nicht eure private Emailadresse, sondern besorgt euch bei einem Anbieter wie web.de, gmx oder anderen eine nur für die Suche reservierte kostenlose Mailadresse. Die sollte man sich gut merken können und ihr könnt sie nach eurer erfolgreichen Grundstücks-, Wohnungs- oder Haussuche einfach wieder stillegen.

Ihr könnt zum Beispiel eine Adresse wie “Familie-Weber-sucht-ein-Haus@web.de” oder etwas in der Art auswählen. Oder ihr nennt konkret euer Wunschviertel bzw. den Lieblingswohnort in einer Mailadresse wie beispielsweise “wir-suchen-ein-haus-in-bielefeld@gmx.de”. Falls es möglich ist, reserviert euch auch direkt die Mailadresse ohne die Bindestriche. Also eben auch die “wirsucheneinhausinbielefeld@gmx.de”, damit euch auch garantiert alle Angebote erreichen.

Aprospos alle Angebote: Meine Erfahrung zeigt, dass gerade ältere Menschen teilweise weniger Erfahrungen mit Mailadressen haben. Daher lasse ich im Layout bei Sätzen wie

Sie erreichen uns per Mail unter

wir-suchen-ein-haus-in-bielefeld@gmx.de

den Punkt hinter der Mailadresse weg. Das ist zwar nicht korrekt, aber es gab schon einige Fälle, in denen nicht so Mailadressen-erfahrene Verkäufer den Punkt mitgeschrieben haben und die Mails dann nicht bzw. verspätet ankamen. Und das ist quasi auch direkt der Übergang zum nächsten Tipp:

Tipp Nr. 04

Behaltet eure Zielgruppe im Blick


Schon bei der Auswahl des Postkarten-Motivs, aber auch beim konkreten Text ist es wichtig, dass ihr immer im Hinterkopf behaltet, wen ihr vor allem ansprechen möchtet. Richtet ihr euch an Familien, die in ihrer Nachbarschaft frei werdene Wohnungen und Häuser kennen und euch Bescheid geben könnten? Oder schreibt ihr eher für ältere Menschen, die ihre Häuser verkaufen bzw. vermieten, um sich selbst zu verkleinern?

Möchtet ihr die Karten in euren Lieblingsvierteln in Supermärkten und Läden auslegen oder lieber bei euren Kids im Kindergarten verteilen, um die anderen Eltern anzusprechen? Oder werft ihr die Karten gezielt bei Häusern in den Briefkasten, die irgendwie so wirken, als würden sie bald frei werden?

Denkt dran, euren Text für diese Zielgruppe zu formulieren. Möchtet ihr die supernetten neuen Nachbarn werden oder die zuverlässigen Mieter bzw. solventen Käufer? Oder wollt ihr euren Text komplett flexibel halten und alle ansprechen? Versetzt euch beim Schreiben in die Lage eurer Leser. Falls ihr euch unsicher seid, könnt ihr mir sehr gern für eure bestellten Postkarten den Text als “Rohversion” schicken und mir dazuschreiben, wen ihr konkret ansprechen möchtet. Dann schaue ich mir den Text auch nochmal in Ruhe an und kann euch bestimmt noch Tipps und Formulierungsvorschläge geben.

Tipp Nr. 05

Bleibt euch treu


Eines ist mir in den letzten Jahren immer wieder aufgefallen und es ist mir (als eher introvertierte Person) sehr wichtig zu sagen: Hört auf euer Bauchgefühl, wie viel ihr von euch preisgeben möchtet. Grundsätzlich gilt, dass individuelle Informationen wie Alter, Beruf und Familiengröße oder -situation für Leser Nähe schaffen und euch als Suchende “greifbarer” machen. Das kann ein riesiger Vorteil sein, weil man dadurch aus der Masse heraussticht. Einige Familien setzen daher gern Fotos auf die Karten, was (bei gut gemachten Bildern) sofort Sympathien weckt und auch mehr Erfolg haben kann.

Allerdings solltet ihr euch damit wohl fühlen, denn sich so weit in die Öffentlichkeit zu wagen ist nicht jedermanns Sache. Und das hübscheste Familienfoto nützt nichts, wenn ihr am Ende die Haussuche Karten nur ungern verteilt, weil sie euch selbst zu persönlich sind. Nehmt also eure eigenen Grenzen ernst und denkt nicht, dass ihr sie unbedingt überschreiten müsst, um bei der Suche erfolgreich zu sein.

Was ich euch allerdings als Minimal-Lösung empfehle ist, irgendwo euren Namen unterzubringen. Das kann dezent als Teil der Mailadresse passieren (siehe das erste Beispiel in Tipp 03) oder als quasi Unterschrift in einer Formulierung wie

Wir freuen uns über jeden Hinweis. Vielen Dank!

Familie Weber

Ich hatte auch schon Bestellungen, in denen die Unterschrift oder ein kleines “P.S.” handschriftlich gesetzt wurde. Das ist natürlich ein großer Aufwand bei größeren Kartenmengen, aber vielleicht wäre das ja für euch auch eine gute Möglichkeit, persönlicher bzw. individueller zu sein ohne zuviel von euch preiszugeben.


Tipp Nr. 06

Gebt nur wasserdichte Versprechen


Okay, jetzt gehts ans Eingemachte: Wollt ihr eine Belohnung versprechen, wenn euch jemand eine Immobilie vermittelt? In letzter Zeit sehe ich das bei den Text-Vorschlägen immer häufiger und daher ist das für euch vielleicht durchaus überlegenswert.

Ob das jetzt erfolgreicher ist als eine Suche ohne Belohnung kann ich leider nicht sagen – dafür fehlen mir die konkreten Rückmeldungen “meiner” Suchenden in diesem speziellen Fall. Insofern müsstet ihr für euch ganz persönlich entscheiden, was für eure Suche, euer Umfeld und natürlich euren finanziellen Rahmen machbar ist.

Wichtig ist aber, dass ihr die Formulierung gut überlegt, damit ihr nicht plötzlich jemandem Geld zahlen sollt, der euch eigentlich gar nicht so richtig geholfen hat. Eine schwammige oder zu knappe Formulierung (und da kommt ein bisschen der Konflikt mit Tipp Nr. 01 ins Spiel) kann hier nämlich teuer werden. Stichwort “Bindendes Versprechen“. Dazu mal ein kurzer Blick ins Gesetzbuch:

§ 657 BGB – Bindendes Versprechen
“Wer durch öffentliche Bekanntmachung eine Belohnung für die Vornahme einer Handlung, insbesondere für die Herbeiführung eines Erfolges, aussetzt, ist verpflichtet, die Belohnung demjenigen zu entrichten, welcher die Handlung vorgenommen hat, auch wenn dieser nicht mit Rücksicht auf die Auslobung gehandelt hat.”

Ihr solltet also unbedingt den “Erfolg” klar definieren, z.B. indem ihr diesen als Abschluss eines notariellen Kaufvertrag beschreibt. Und wenn ihr eine Belohnung versprecht, muss diese auch bezahlt werden, wenn die Vermittler euer Kärtchen gar nicht kannten. Das ist hier natürlich keine Rechtsberatung und ihr solltet euch dafür nochmal Hilfe holen bzw. euch gründlich informieren. Ich wollte nur kurz darauf hinweisen, damit ihr das für euren Text auf jeden Fall berücksichtigen könnt und dafür entsprechend Platz einplant.


In meinen Beispieltexten werde ich aus diesem Grund auch keine Formulierung dieser Art mit aufnehmen, weil ich euch keine falsche Rechtssicherheit suggerieren möchte.

Tipp Nr. 07

Je hochwertiger desto besser


Über Zielgruppen und deren unterschiedliche Anforderungen hatten wir ja schon gesprochen, aber meine Erfahrung zeigt: Egal, an wen ihr euch wendet, durch die Bank wird eine schöne Karte besser angenommen als ein verknitterter Zettel aus dem Copyshop.

Natürlich bin ich da auch ein bisschen befangen, schließlich biete ich ja solche hübschen Haussuche Karten an und habe viel Zeit investiert, um eine gute Druckerei in Deutschland zu finden, die qualitativ hochwertig druckt und dabei auch noch wunderschöne Papiere im Sortiment hat. Mit ihren 300 gr/qm sind die Karten nicht superdick, aber das Papier hat ein etwas höheres Volumen, wodurch die Karten schön stabil sind. Durch die matte Oberfläche ohne irgendwelche Lacke oder Folien sind die Karten sehr angenehm anzufassen und wirken edel und natürlich.

Auch bei Flyern und Aushängen empfehle ich immer eine minimal höhere Papierqualität als das normale 80gr/qm Kopierpapier. Es macht einfach einen besseren Eindruck und schafft Vertrauen. Und der erste Eindruck ist bei Printprodukten eben immer nicht nur ein optischer, sondern auch ein haptischer, wenn man die Karte oder den Flyer in die Hand nimmt.

Und last, but not least: Auch bei digitalen Haussuche Annoncen ist eine schöne, professionelle Grafik ein toller Eye-Catcher. Daher biete ich in meinem Shop alle meine Haussuche-Motive auch als Webgrafik für Immobilien-Portale an.

neues zuhause gesucht - grafik für online plattformen

Fazit


Ein perfekter Text für die Haussuche ist bestimmt so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau: Ein Ideal, das so nicht erreichbar ist. Aber ein sympathischer, individueller und trotzdem seriös wirkender Text ist auf jeden Fall machbar.

Das Ziel ist, dass ihr euch bei eurer Haussuche mit den Karten bzw. Flyern wohlfühlt und eure Zielgruppe gut erreicht. Und dann spielt bei der heutigen Lage am Wohnungsmarkt auch immer noch eine große Portion Glück mit rein. Mit hübschen, hochwertigen Karten und einem guten Text seid ihr aber schonmal auf einem richtig guten Weg.

Um euch ein wenig Starthilfe zu geben habe ich euch ein pdf mit Beispieltexten zusammen gestellt. Dort findet ihr also schonmal ein paar Formulierungen, die vielleicht zu euch passen und könnt euch im “Baukastenprinzip” einen eigenen Text zusammenstellen oder euren eigenen Text darauf aufbauen.



Jetzt drücke ich euch aber schon einmal feste die Daumen und hoffe, dass ihr bald fündig werdet! Wenn ich euch mit Karten, Flyern oder Ebooks beiseite stehen kann, meldet euch einfach bei mir. Ich helfe gerne weiter!

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