Mobile “Raindrops keep falling on my Head” | DIY Nursery Art

Bei “Lütti” (9 Wochen) sind gerade Mobiles total angesagt. Wir haben ein wirklich tolles (ich glaube von “Haba”) mit kleinen Vögelchen überm Wickeltisch, das für echte Erheiterung während des Windelwechsels sorgt. Aber über dem Baby-Bett fehlte bisher einfach was zum Gucken, Bestaunen und Sich-Mal-Kurzzeitig-Selbst-Beschäftigen, damit Mama und Papa morgens um 6 noch ein bisschen Schonfrist bekommen. Irgendwo hatte ich mal in den Weiten des Internets ein Mobile gesehen, das aus Wolken und Regentropfen bestand und weil Lüttis Papa ja mehr oder weniger Wetterfrosch ist, passt das ganz wunderbar, dachte ich mir. Ich würd Euch ja gern zeigen, wie das “Original” aussieht, aber ich habs ums Verrecken nicht wiederfinden können. So geht einem das eben mit Dingen, die man vor Pinterest irgendwo mal im Netz gesehen hat (hier bitte innerlich “StarTrek”-Melodie einfaden und an “Unendliche Weiten” denken)…

Die Idee ist also nicht ursprünglich von mir, auch wenn ich glaube, dass das “Original” keine bunten Tropfen hatte, sondern graue und blaue. Und irgendwie war das nur eine große Wolke mit vielen kleinen Tropfen dran und sah doch schon etwas anders aus als meine Version. Das Material sind viele Filz-Reste (die sich ja irgendwie immer so ansammeln und besonders gern ganz unten in Stoff-Vorräten “wohnen”), Volumenvlies, der eine Teil von einem runden Stick-Rahmen und weisses Garn.

Wer keine Wolke und/oder Tropfen selber malen mag, der kann sich gern meine Vorlage als pdf herunterladen – ich hab meine grobe Freihand-Skizze mal digitalisiert und wenn auf A4 gedruckt wird, müssten die Größen gut hinkommen. Also einfach die Vorlage drucken, ausschneiden, Umrisse auf den Filz übertragen (möglichst mit so’nem “Trickmarker”, der nach einer Weile verschwindet) und dann unter die Filzlage mit dem Umriss ein Stück Volumenvlies und eine zweite Schicht Filz legen. Alles feststecken und dann den Umriss mit der Maschine (oder wahlweise per Hand) nachnähen. Danach einfach knapp neben der Naht ausschneiden und fertig sind Wolken oder Tropfen. Je nach Geschmack können mehr oder weniger Wolken und Tropfen genäht werden. Bei mir sind es 3 Wolken mit jeweils 2 oder 3 Tropfen direkt angenäht und 3 einzelne Tropfen. Damit die Wolken sich nicht zu ähnlich sehen, hab ich eine einfach “kopfüber” aufgehängt. Dann kommt da mit nur einer Vorlage etwas Variation rein – Ihr könnt aber natürlich auch unterschiedliche Wolkenformen nähen oder eben alle gleich aussehen lassen.

mobile02

Im Stickring zuerst einen Faden quer spannen und möglichst fest knoten  – die “Fadenspannung” kann später noch ein wenig dadurch reguliert werden, dass man den Knoten ein wenig zur Seite zieht. Dann einen zweiten Faden im 90Grad Winkel zum ersten einknoten. So hat man ein “Kreuz” durch den Stickrahmen, an den man die Wolken und Tropfen ganz einfach anknoten kann und das Mobile wird ein bisschen “räumlicher”. Wie lang die einzelnen Fäden an den Wolken und Tropfen sind ist wieder Geschmackssache. Am besten ausprobieren, was harmonisch aussieht und trotzdem nicht langweilig ist. Wenn man die Wolken/Tropfen mit einem einfachen Doppelknoten am “Fadenkreuz” befestigt, kann man die einzelnen Elemente immer noch auf dem Faden hin- und herschieben. Das ist ganz gut, damit man am Ende noch ein bisschen an der Optik feilen kann.

Jetzt nur noch vier schön lange Fäden an den Stellen am Stickring anknoten, wo schon das “Fadenkreuz” dran ist, ausbalancieren, wann der Stickrahmen gerade hängt und die vier Fäden verknoten. Dann rutscht nix mehr und man kann das Mobile mit einer Schlaufe easy-peasy an einem Haken in der Decke aufhängen.

Lütti war jedenfalls bislang schwer angetan und vielleicht gefällt’s Euch bzw. Eurem Nachwuchs ja auch.

Viel Spaß beim Basteln!

– Stine –

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