Posts Tagged ‘tutorial’

79 968 Maschen später oder Häkeln für Hartnäckige

Tuesday, January 28th, 2014

plaid02

Die irre Zahl da oben in der Titelleiste ist ungefähr die tatsächliche Anzahl der Maschen, aus denen das Plaid besteht. Nach knapp einem Jahr Häkelei ist die Decke in den Maßen 140×175cm also endlich fertig geworden und ist jetzt auch schon quasi auf dem Weg zu ihrer neuen Besitzerin. Denn wie immer sind solche Mammutprojekte nicht für mich selbst, sondern als Geschenk gedacht.

Bei uns in die Wohnung passt die Decke aber eigentlich auch ganz wunderbar hinein (siehe Fotos) und daher spiele ich mit dem Gedanken, mich irgendwann auch mal mit so einem Plaid selbst zu beschenken. Aber bis dahin gibts noch ne Menge anderer Dinge zu tun (zum Beispiel der Häkelteppich für Lüttis Zimmer) und daher muss das noch ein Weilchen warten. Jetzt aber erstmal ein kleines “Making-of” des Chevron-Plaids:

Dass es als Geschenk eine Häkeldecke werden sollte, war recht schnell klar. Zuerst dachte ich an ganz klassische Granny Squares, habe mich dann aber entschieden, dass ich Streifen oder besser noch ein Chevron-Muster NOCH schöner fände. Allerdings hat mich mein erster Blick ins Netz auf der Suche nach Anleitungen nicht so überzeugt, weil zum Beispiel diese hier zwar hübsch, aber irgendwie doch nicht das richtige für mich war. Ich fand das nicht “chevronig” genug, wenn ihr versteht, was ich meine.

Und dann bin ich aber über das wunderschön traditionell-amerikanisches Häkelmuster gestolpert, das sich “Granny Ripple” nennt. Im Netz kursieren eine ganze Reihe von Anleitungen, so dass ich die hier ja nicht wiederholen muss. Die, nach der ich mich gerichtet habe, ist hier zu finden und erklärt das Schritt für Schritt mit Fotos und allem drum und dran. Man muss sich da einmal durch die Anfangsreihen durchwurschteln und danach ist es einfach nur noch ein Häkeln, wie das Muster kommt mit einem recht kurzen Rapport und ohne komplizierte Maschen. Wenn trotzdem Bedarf für eine deutsche Anleitung besteht, sagt einfach Bescheid. Dann würde ich mich da nochmal ransetzen und eine online stellen.

plaid01

Da ich ja eher ein Fan vom Schlichten bin, gab es bei mir keine bunten”Ripples” , sondern ein ganz reduziertes grau-weisses Chevronmuster mit jeweils 4 Reihen. Die Wolle, die ich verwendet habe ist die “Catania” in natur und anthrazit. Im Nachhinein würde ich das Garn wahrscheinlich nicht nochmal nehmen, weil es sich zwar wunderbar verarbeiten lässt und günstig ist, aber die Decke am Ende doch recht schwer wird. Ausserdem finde ich den leichten Glanz nicht so überzeugend, auch wenn es schön pflegeleicht ist. Das nächste Häkelprojekt wird dann aber auf jeden Fall eines mit einem weicheren, matten Garn. Wenn da jemand ein schöne, günstiges empfehlen kann, würde ich mich sehr über Tipps freuen. Und wenn ihr Fragen an mich habt: Immer her damit. Ich hab jetzt ja ein Jahr geübt und kann bestimmt weiterhelfen.

Wer auch so ein Mammutprojekt in der Pipeline hat, kann gern darüber berichten und bei uns verlinken. Wir hartnäckigen Häkler müssen ja zusammenhalten. :)

Liebste Grüße!

- Stine –

Gewinnspielzeug | Winning toy

Friday, May 24th, 2013

kullaloo

Wir haben die Ehre vorzustellen: kullaloo

Da gibt es einiges Wunderbares zu entdecken. Viele spannende Geschichten, gepaart mit Basteltipps & -tricks. Zur Zeit läuft ein Fotowettbewerb zum Thema “Lieblingszeug zum Spielen”, in dem ihr Fotos von Dingen einschicken könnt, die eure Kleinen gerne zum Spielzeug umfunktionieren. Bei uns, zum Beispiel, sind immer leere Klorollen hoch im Kurs. Aus denen kann man anscheinend moderne Kunst, Glitzerobjekte für die Schatztruhe, Ferngläser (na klar), Grusskarten und Wurmbehausungen machen.

Und was denkt ihr kann man bei diesem Wettbewerb gewinnen? Mit dabei sind zwei Frühstückbrettchen-Kraken und 10 Roboterkärtchen von uns. Jaha! Also los, fangt an zu Fotografieren!

Viel Erfolg und liebe Grüsse!

-astrid-

_________________________

Have a look at the wonderful blog kullaloo!

Have look at many DIY and crafting tutorials and interesting information about creative stuff about and from kids.

Also kulaloo is currently running a nice little photo-contest and here you have the chance to win either a breakfastboard kraken or one of our little robotparade postcards. The topic is “Stuff to play with” and you are invitet to send in pictures of things your kids like to play with other than the usual toy. My kids are into empty toiletpaperrolls, these can be easily turned into binoculars (of course), fancy art objects, glittery jewel encrusted braceletts, greeting cards or worm-condos. Nothing is impossible.

Best of luck with your shots!

-astrid-

Mobile “Raindrops keep falling on my Head” | DIY Nursery Art

Monday, April 22nd, 2013

mobile

Bei “Lütti” (9 Wochen) sind gerade Mobiles total angesagt. Wir haben ein wirklich tolles (ich glaube von “Haba”) mit kleinen Vögelchen überm Wickeltisch, das für echte Erheiterung während des Windelwechsels sorgt. Aber über dem Baby-Bett fehlte bisher einfach was zum Gucken, Bestaunen und Sich-Mal-Kurzzeitig-Selbst-Beschäftigen, damit Mama und Papa morgens um 6 noch ein bisschen Schonfrist bekommen. Irgendwo hatte ich mal in den Weiten des Internets ein Mobile gesehen, das aus Wolken und Regentropfen bestand und weil Lüttis Papa ja mehr oder weniger Wetterfrosch ist, passt das ganz wunderbar, dachte ich mir. Ich würd Euch ja gern zeigen, wie das “Original” aussieht, aber ich habs ums Verrecken nicht wiederfinden können. So geht einem das eben mit Dingen, die man vor Pinterest irgendwo mal im Netz gesehen hat (hier bitte innerlich “StarTrek”-Melodie einfaden und an “Unendliche Weiten” denken)…

Die Idee ist also nicht ursprünglich von mir, auch wenn ich glaube, dass das “Original” keine bunten Tropfen hatte, sondern graue und blaue. Und irgendwie war das nur eine große Wolke mit vielen kleinen Tropfen dran und sah doch schon etwas anders aus als meine Version. Das Material sind viele Filz-Reste (die sich ja irgendwie immer so ansammeln und besonders gern ganz unten in Stoff-Vorräten “wohnen”), Volumenvlies, der eine Teil von einem runden Stick-Rahmen und weisses Garn.

Wer keine Wolke und/oder Tropfen selber malen mag, der kann sich gern meine Vorlage als pdf herunterladen – ich hab meine grobe Freihand-Skizze mal digitalisiert und wenn auf A4 gedruckt wird, müssten die Größen gut hinkommen. Also einfach die Vorlage drucken, ausschneiden, Umrisse auf den Filz übertragen (möglichst mit so’nem “Trickmarker”, der nach einer Weile verschwindet) und dann unter die Filzlage mit dem Umriss ein Stück Volumenvlies und eine zweite Schicht Filz legen. Alles feststecken und dann den Umriss mit der Maschine (oder wahlweise per Hand) nachnähen. Danach einfach knapp neben der Naht ausschneiden und fertig sind Wolken oder Tropfen. Je nach Geschmack können mehr oder weniger Wolken und Tropfen genäht werden. Bei mir sind es 3 Wolken mit jeweils 2 oder 3 Tropfen direkt angenäht und 3 einzelne Tropfen. Damit die Wolken sich nicht zu ähnlich sehen, hab ich eine einfach “kopfüber” aufgehängt. Dann kommt da mit nur einer Vorlage etwas Variation rein – Ihr könnt aber natürlich auch unterschiedliche Wolkenformen nähen oder eben alle gleich aussehen lassen.

mobile02

Im Stickring zuerst einen Faden quer spannen und möglichst fest knoten  – die “Fadenspannung” kann später noch ein wenig dadurch reguliert werden, dass man den Knoten ein wenig zur Seite zieht. Dann einen zweiten Faden im 90Grad Winkel zum ersten einknoten. So hat man ein “Kreuz” durch den Stickrahmen, an den man die Wolken und Tropfen ganz einfach anknoten kann und das Mobile wird ein bisschen “räumlicher”. Wie lang die einzelnen Fäden an den Wolken und Tropfen sind ist wieder Geschmackssache. Am besten ausprobieren, was harmonisch aussieht und trotzdem nicht langweilig ist. Wenn man die Wolken/Tropfen mit einem einfachen Doppelknoten am “Fadenkreuz” befestigt, kann man die einzelnen Elemente immer noch auf dem Faden hin- und herschieben. Das ist ganz gut, damit man am Ende noch ein bisschen an der Optik feilen kann.

Jetzt nur noch vier schön lange Fäden an den Stellen am Stickring anknoten, wo schon das “Fadenkreuz” dran ist, ausbalancieren, wann der Stickrahmen gerade hängt und die vier Fäden verknoten. Dann rutscht nix mehr und man kann das Mobile mit einer Schlaufe easy-peasy an einem Haken in der Decke aufhängen.

Lütti war jedenfalls bislang schwer angetan und vielleicht gefällt’s Euch bzw. Eurem Nachwuchs ja auch.

Viel Spaß beim Basteln!

- Stine –

Geflochtene Herzen | Woven Hearts

Tuesday, December 18th, 2012

titel_herz_webWeihnachten steht vor der Tür … schonwieder… Wo ist das Jahr nur geblieben? Damit ihr aber alle noch ein bischen die Vorweihnachtszeit geniessen könnt, gebt folgendes Tutorial einfach mal den Kindern oder der Schwiegermutter und schon sind ein paar besinnliche Minuten garantiert. Mit unserer kleinen Anleitung zu Schwedischen Herzen und verknoteten Fingern wollen wir uns so langsam in die Feiertage verabschieden. Nehmt gleich etwas festeres Papier für die Druckvorlage (2 x in 2 Farben), dann kann es sofort losgehen.

Geniesst die Zeit, bastelt was Schönes und futtert ein paar Kekse!
Hier geht’s zur Druckvorlage und hier zur Anleitung.

Viel Spass und eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

—————————

Have you had time to think about Christmas decoration already? Well, I haven’t. That is why our scandinavian woven hearts tutorial comes in so handy. Print the first pdf 2 times in 2 different colors on sturdy paper, get your scissors ready and then try to decifer the second pdf (got lots of pictures in there, too). I’m really sorry, I have not yet had the time to come up with an English version…

Here you go: print-out pattern —  instruction sheet

Have fun weaving! I keep my fingers crossed!

-astrid- (super, ich hab jetzt “Kling Glöckchen” im Kopf)


Murmelschick | Marbelous

Thursday, November 3rd, 2011

murmel_vorn

Mit Kindern im Haus entdeckt man ja so manch vergessen geglaubte Schätze wieder. Hier sind gerade Murmeln angesagt und da die Dinger ja eh in Massen vorkommen, kann man sie durchaus zweckentfremden. Viel Spass beim Nachbauen der Nostalgieanhänger, hier ist das Tutorial.

Übrigens, ich trage meinen schon einige Tage zur Probe, um zu sehen ob die Konstruktion auch was taugt. Scheint zu klappen und dem Alltag gerecht zu werden. Trotzdem würde ich davon abraten sie mit unter die Dusche zu nehmen oder beim Schlafen zu tragen. Kommentare sind euch auf jeden Fall gewiss, fast jeder fragt: “Öhm, sag mal, das ist doch ‘ne Murmel, oder?” Je nach dazu zur Schau getragenen Gesichtsausdruck, drückt diese einfache Frage Bewunderung (will ich auch, wo gibt’s denn das) oder aber skeptischen Argwohn aus (woah, was bist du denn für eine… geht’s noch?).

Also dann, viel Spass damit!

—————–

Having children at home sometimes gives you the opportunity to dwelve in memories long gone. Rightnow we are having an awful lot of fun with playing marbles. The things usually come in hords, that way you can surely sneek away a few to fabricate yourself a really nice marble-pendant. Here is the easy-peasy tutorial on how to never lose your marbles again: Chain them!

-astrid-

Einen im Tee | Teatime

Sunday, September 25th, 2011

tt

Also, da hab ich doch endlich mal meine Küchenschränke von ollem Zeug befreit, hach ist das nett, wenn es getan ist. Jedenfalls musste auch mal unsere liebevoll zusammengestellte Teesammlung eines etwas kritischeren Blickes gewürdigt werden und das war gut so. Darauf hat nämlich unser kleiner Biomülleimer gewartet: ganz viel lecker Tee.

Da kam sie also her, die Inspiration. Aus dem Küchenschrank. Hier also für alle, die es nicht so mit Kaffee haben, unsere ultimative Einladung zum Tee!

——————————–

Finally I came around to tidy up a few of our kitchen closets. Especially our selection of unexceptionable teas, which has partly become quite exceptionable got a nice and thorough inspection.

And then it happened: Inspiration from the kitchen closet. So, for everyone who is not so fond of coffee, a nice and hot Invitation to Tea!

It’s teatime, my dears!

-astrid-

Hochdruck für Anfänger Teil 01: Willkommen im Nagelstudio!

Friday, September 9th, 2011

Erstmal vorweg: Keine Sorge, “snw?” läuft gut und ich musste mir keine alternative Einnahmequelle suchen und jetzt ein Nagelstudio eröffnen. Stattdessen sammele ich gerade alle Materialien zusammen, um in den Hochdruck einzusteigen und da gehört nunmal auch Nagelstudio-Equipment dazu. Klingt komisch, ist aber so. Ich hab nämlich das absolutunverschämte Glück gehabt, durch puren Zufall eine kleine alte Druckpresse als Dauerleihgabe zu bekommen (huhu, liebe Anne!). Da isse:

druckpresse

Die wurde auf dem Gepäckträger einmal quer durch die Bonner Altstadt geschoben und ich hatte zwei Tage lang Muskelkater in den Armen, weil ichs natürlich nicht abwarten konnte und ich sie unbedingt alleine in den 4. Stock tragen musste. Aber was tut man nicht alles. Nachdem mein Pappa den Gesundheitszustand der Presse per Ferndiagnose festgestellt hat und ich mit der Allzweckwaffe Ballistol alle Walzen wieder gängig machen konnte (die Presse hatte nämlich quasi ein bisschen Gicht und war auch ein wenig wackelig auf den Beinen), scheint jetzt alles soweit zu funktionieren.

Sobald das klar war, musste natürlich das Internet auf der Suche nach sämtlichen Materialien bemüht werden – damit ihr das nicht mehr machen müsst, gibts hier mal meine ersten Erkenntnisse. Heute Teil 1:

PHOTOPOLYMERPLATTEN UND ALLES, WAS DAZU GEHÖRT

Ich hab keine alten Bleilettern rumfliegen (schade eigentlich…) und Linoleumschnitzen fand ich schon in der Schule scheiße. Daher brauchte ich dringend eine Alternative, die möglichst für digitale Vorlagen geeignet ist. Da bin ich ziemlich schnell bei Photopolymerplatten gelandet. Das Prinzip ist recht einfach: Die Platten bestehen aus einem weichen, lichtempfindlichen Material. Legt man seine auf Transparentpapier gezeichnete oder gedruckte Vorlage auf die Platte und belichtet sie, härten die Teile aus, die dem Licht ausgesetzt waren. Die übrigen bleiben weich und lassen sich mit Wasser (und ein bisschen Soda oder Spüli)  auswaschen. Letztendlich sehr ähnlich wie im Siebdruck.

Jetzt muss man sich entscheiden: Entweder, man schickt seine Motive an Firmen wie zum Beispiel BoxCar und lässt sich die fertig ausbelichteten Platten zuschicken oder man wagt sich selbst an die Blanko-Platten ran. Natürlich sind fertige Platten total komfortabel und so, aber auch recht teuer und der Versand aus den USA dauert ein Weilchen.  Alles in allem ist man einfach nicht so flexibel und ich finds ausserdem schön, sowas selbst zu können. Wenns absolut nicht hinhauen sollte, greif’ ich dann aber glaub ich auf die Profis aus USA zurück. Ich hab ewig nach Photopolymerplatten gesucht und bin irgendwie nicht so richtig schlau geworden, wo man welche in kleineren Mengen bekommen kann. Astrid hat mir dann den Link zu “Polymetaal” geschickt, einem niederändischen Versand für Grafik- und Druckbedarf. Ein bisschen versteckt unter “Materialien für Radierung” finden sich die lichtempfindlichen Platten. Man darf sich von dem ein klein wenig nach 80er Jahre aussehendem Erscheinungsbild nicht abschrecken lassen – der Bestellprozess ist auch nciht voll-automatisch, was etwas ungewohnt ist, aber auch sehr sympathisch. Die Preise sind vollkommen in Ordnung und auch der Versand ist erstaunlich günstig. Man kann einfach überweisen oder per Paypal bezahlen und dann klappt alles ganz wunderbar.

Die Folie

Jetzt hat man also schonmal die Platten klargemacht, das ist ja schonmal was. Was fehlt ist eine ordentliche Lichtquelle mit UV-Licht und der Transparentfilm für das Motiv. Fangen wir mal mit der Folie an: Ich kenne das noch vom Siebdruck in der Uni, dass man sich einen sw-Laserdruck seines Motivs auf Overheadfolien oder Transparentpapier macht und damit dann sein Sieb belichtet. Weil Ausdrucke vom Laserdrucker häufig nicht ganz opak (also lichtundurchlässig) sind, kann man die Folie bzw. das Papier noch mit “Toner-Verdichtungsspray” einsprühen. Sich im Copyshop ne Folie ziehen zu lassen funktioniert (je nach Kopierer) auch ganz prima. Wichtig ist immer, dass das Schwarz echt deckend ist und man durch die schwarzen Bereiche der Folie nicht mehr durchgucken kann. Sonst dringt ja Licht auf die Platte und es härten Bereiche aus, die eigentlich ausgewaschen werden sollen. Da könnte das Motiv (gerade bei feinen Linien) “fuzzelig” werden oder nicht so schön deutlich herauskommen und das will man ja nicht.

Ich hab ja nun keinen Laserdrucker, sondern einen Canon-Tintenstrahldrucker. Daher versuche ich es jetzt mal mit handelsüblichen Inkjet-Overheadfolien für etwa 15 Euro (100 Blatt A4). Es gibt auch für den “High-End-Benutzer” ganz spezielle Folien wie z.B. den “Gronal Expofilm” oder den “AGFA SelectJet High Density Inkjet Film” bzw. den “AGFA CopyJet Film” – mit mindestens 50 Euro für 100 Blatt A4 find ich die Preise zum nur-mal-Testen aber ziemlich happig. Wenns also mit der normalen Folie klappt, bleib ich dabei. Ansonsten versuche ich glaub ich erstmal, ob ich hier in Bonn einen Copyshop finde, der mir evtl. einen Film herstellen kann. Also nicht nur ne normale Folie, sondern so was “ordentliches”. Wenn ein Copyshop Offsetdruck anbietet oder Schilder herstellen kann, besteht auf jeden Fall die Chance, dass die Material und Maschinen zur Filmproduktion da haben und wenn man lieb fragt, machen die einem ja vielleicht eine gute Vorlage. Wenn alle Stricke reißen kann man immer noch den Gronal-Film probieren… Ach ja: Für Epson-Drucker gibts auch spezielle Tinte, die für die Herstellung von Filmen entwickelt wurde (z.B. die “FastInk Filmmaker” Tinte). Fällt bei mir ja aber wegen meines Canon-Druckers flach.

Die UV-Lichtquelle

Kommen wir nun zum Nagelstudio: Fürs Belichten braucht man ja eine ordentliche Lichtquelle. Auf der Polymetaal-Seite wird in der kurzen Anleitung die Photopolymer-Platte einfach in die Sonne gelegt.* Andere Tutorials wie zum Beispiel dieses tolle hier empfehlen aber ganz klar eine berechenbare UV-Lichtquelle. Macht Sinn (finde ich), weil man mit einer vernünftigen Lampe schonmal eine Unsicherheit aus der Welt schaffen kann und sich einfach nicht aus Versehen eine Platte versaut, weil da mal ne Wolke vorbeikommt und einem die Belichtungszeit durcheinander bringt. Meine Suche hat mich zunächst zum Zoohandel geführt – gute  UV-Lampen finden sich vor allem beim Terrarien-Zubehör. Vielleicht hat ja auch der ein oder andere so was noch rumfliegen.** Mir waren die aber letztendlich zu teuer und ausserdem hat mich die Riesenauswahl an unterschiedlichen Lichtspektren total verunsichert. Letztendlich bin ich dann beim angesprochenen Nagelstudio-Bedarf gelandet:

uv-lampe

Gibt’s günstig bei Ebay, hat 4 Leuchtstoffröhren drin, die für ein gleichmäßiges Licht sorgen und für die man problemlos Ersatz bekommt, wenn mal was schwächeln sollte. Ausserdem sind die Teile sicherer als die Höhensonne von Omma, werden nicht unangenehm heiss (was die Platten wellen oder verbiegen könnte) und haben manchmal einen Timer, der vielleicht nützlich sein wird. Der Nachteil ist, dass man nur kleine Platten belichten kann. Aber das hab ich mal in Kauf genommen. Riesen-Motive wollte ich eh nicht drucken und schließlich kann man größere Sachen auch mit mehreren Platten zusammensetzen.

So, das war also Teil 1 meines kleinen Ausflugs in die Drucktechnik. Ich hab ja noch nix testen können, weil ich noch auf die meisten meiner Materialien warte. Morgen sollte eigentlich das Paket mit den Overheadfolien ankommen. Da kann ich dann also vielleicht schonmal berichten. Farben, Druckfilz und Papier sind erstmal wegen eines Computerfehlers beim Onlineversand schön an meine alte Marburger Adresse gegangen. Jippieh. Aber am spannendsten sind natürlich die Photopolymerplatten. Die kommen ja aus Holland, das dauert einen Moment länger.

Bin aber alles in allem recht optimistisch. Ich hab nämlich gestern per Zufall bei Etsy ein “Stampmaker”-Kit gefunden, das meiner “Eigenkreation” erstaunlich ähnlich sieht. Scheint also irgendwie zu funktionieren… Falls jemand von Euch noch Tipps hat oder Bezugsquellen weiss, wär das natürlich klasse, wenn ihr einen Kommentar hinterlassen würdet.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

- Stine –

——————————————————

* Leider kann man nicht direkt dahin verlinken -  ihr müsst einfach unter “Materialien für Radierung -> Lichtempfindliche Platten und Filme -> Solarplate Photopolymerplatten -> Einführung in die Photopolymer-Druckplatten” klicken und dann bekommt ihr eine nette kleine Übersicht über den Druckprozess.

** Lasst aber nicht euren Gecko erfrieren, nur um mal ne Platte zu belichten! :)

Ordentlich eingeseift | Soapy solution

Friday, August 26th, 2011

titel_bla_2

Kinder, Kinder, das ist mal ein Riesenspass. Versprochen!!! Wer Lust hat im Sommer mal ordentlich eingeseift zu werden, für den eignet sich unser Umsonst-und-Draussen Riesenseifenblasentutorial. Ich hab’s ausprobiert und es war grossartig. Eignet sich übrigens sehr für Kindergeburtstage, da haben die Eltern auch mal was zu tun. So schnell geben die die Stäbe nicht mehr aus der Hand… ;)

———————————-

Ever wanted to make those giant soapbubbles? We present to you our Super-Summer-Tutorial-Special: Giant Soap Bubbles for everyone, yeah!

-astrid-