Surviving the Kreativwirtschaft Teil 03

February 2nd, 2016

 

 

Ich hab ja zu Weihnachten diesen wundervollen Flow-Kalender geschenkt bekommen (Daaanke, liebe Tina!) und dort erwartet einen jeden Tag eine kleine Lebensweisheit. Da hab ich den tollen Satz gefunden

“Aufräumen gelingt uns nicht durch Verstauen, sondern durch Loslassen.”

Gesagt hat den Sanne Wallis de Vries, eine niederländische Schauspielerin. Faust aufs Auge für das, was ich heute schreiben wollte.

Heute gehts nämlich bei mir um die Organsiation des Arbeitsplatzes. Bevor ich mich damit beschäftigt habe, dachte ich, man sortiert halt seine Sachen irgendwie in Ordner rein und gut is. Jetzt ist mein Arbeitszimmer nicht das größte und es muss jede Menge Kram reinpassen. Material, wichtige Papiere, Verpackungsgedöns und all sowas. Ich kann zwar vieles auf den wunderbaren Dachboden auslagern, aber es bleibt doch einiges, was täglich greifbar sein muss. Also hab ich mich mal mit dem Thema Arbeitsplatzorganisation auseinandergesetzt und festgestellt, dass das eine ganz ernstzunehmende Wissenschaft ist. Natürlich jetzt nicht bei mir im heimischen Büro, aber wenn man mal so überlegt, macht es für große Firmen und Büros natürlich echt Sinn, wenn die Arbeitsplätze gut organisiert sind. Das heisst nicht nur Regale für die Leitz-Ordner aufbauen, sondern sich um vernünftige Tische, Stühle und Beleuchtung zu kümmern und natürlich die Arbeitswege so kurz und/oder sinnvoll wie möglich zu halten, Kabelsalat in den Griff zu kriegen und gut funktionierende Maschinen zu besorgen.* Da gehts also auch und vor allem um Arbeitssicherheit und -gesundheit. Das ist zwar total logisch, mir aber als Bislang-fast-immer-Zuhause-Arbeitende einfach nicht so klargewesen.

Jetzt, nachdem ich mich ein bisschen eingelesen habe, müssen hier ganz dringend mal ein paar Sachen verändert werden. Schließlich gibts hier keinen Sicherheitsbeauftragten und keinen Arbeitsplatzdesigner – hier gilt halt die Eigenverantwortung. Es passiert schon schnell, dass man Sicherheit, Komfort und Ordnung im heimischen Arbeitszimmer nicht ganz so wichtig nimmt – sieht ja auch normalerweise kaum jemand ausser der Familie und einem selbst. Aber strukturiertes Arbeiten und das Nutzen der meist ja ziemlich knappen Zeit fängt halt schon beim “Drumrum” an. Irgendwie ist das nämlich auch eine Form des Respekts gegenüber der eigenen Arbeit und Professionalität, wenn das Büro nicht die familien-interne Rumpelkammer, sondern ein “richtiger” Arbeitsplatz ist.

Ich hab ja glücklicherweise einen schönen Raum für meine Arbeit und mir dafür extra Möbel angeschafft und so. Trotzdem hat die Ordnung in den letzten Monaten ganz schön gelitten. Zuerst einmal muss ich also aufräumen und zwar nicht nur sortieren, sondern eben auch loslassen. Das betrifft vor allem die vielen kleinen Schnipsel Papier, mit denen “man ja vielleicht mal irgendwann noch was machen kann” oder “auf denen Lütti ja noch was malen könnte.” Ähm, nee. Kann weg.

Ausserdem müssen die sich immer anhäufenden Papiere sortiert werden und (es klingt banal, ist aber nicht selbstverständlich): die Ordner müssen beschriftet werden. Hier steht nämlich seit einer ganzen Weile eine Batterie äußerst hübscher, aber unbeschrifteter Hema-Ordner, die dann bei Bedarf alle rausgezogen werden, um was wegzuheften. Denn wie so oft im Leben gilt: Das, was man sucht, ist IMMER im letzten Ordner.

 

ordner

 

Für meine aktuelle Ablage (sprich: unsortierter Zettelwust) brauche ich auch ein neues System. Jetzt habe ich erfahren, dass es ganz unterschiedliche Arten von Sortierern gibt – solche, die ganz viel Inspiration, Farbe und Pflanzen um sich rum haben müssen und auch ein kreatives Ablagesystem brauchen, das sie nicht langweilt. Oder Menschen, deren Arbeitsplatz möglichst wenig Ablenkung bietet und die eine strenge Sortierung nach Alphabet brauchen (um mal die Extremfälle zu nennen).

Wer nachschauen mag, welcher Typ er selber ist, dem empfehle ich das Buch “Organizing for Your Brain Type” von Lanna Nakone. Bei mir hat sich rausgestellt, dass ich dem Sortieren nicht gerade die höchste Priorität gebe (döh!) und dass ich einen aufgeräumten, nicht zu sehr dekorierten Arbeitsplatz brauche. Ausserdem sollte ich mal darüber nachdenken, “paperless” zu arbeiten, also in Richtung papierfreies Büro zu gehen. Geordnet werden sollte bei mir nicht nach Alphabet, sondern nach relativ weit gefassten Kategorien in einem möglichst simplen System.

Grundsätzlich ist es ja nicht so neu für mich, dass ich einen ordentlichen Arbeitsplatz mag – wenn hier Chaos herrscht, nervt mich das total und lenkt mich sehr ab. Deshalb ist mein Arbeitszimmer sowieso schon relativ aufgeräumt. Aber es sind eben die Kleinigkeiten, die dann den Unterschied machen. Das mit dem papierlosen Büro finde ich echt interessant. Ich bin zwar ein großer Fan von handgeschriebenen Notizzettelchen und werde das so schnell auch nicht aufgeben, aber ich hab in den letzten Jahren festgestellt, dass ich immer weniger in meine “Inspirations-Schubladen” reinschaue. Da haben sich über Jahre schöne Broschüren, Postkarten, Verpackungen und andere Drucksachen angesammelt, die ein toller Fundus sind. Aber wenn ich an einem neuen Projekt arbeite, schaue ich eh’ meist im Netz oder auf der Festplatte in meinem digitalen Inspirations-Ordner nach. Schlichtweg weil es schneller geht. Daher habe ich jetzt angefangen, den Inhalt der Schublade nach und nach einzuscannen und digital unterzubringen. Nur, wenn es speziell um ein besonders schönes Papier oder so geht bewahre ich noch Dinge auf. Und dafür habe ich jetzt ein Hängeregister, das allerdings auch noch beschriftet werden muss (hüstel).

Für den Fall, dass vielleicht doch erst einmal nur verstaut wird und nicht losgelassen werden kann/soll/darf gibt es übrigens ganz wunderbare Sortier-und Archivierungssysteme. Ich habe letztens gerade diese Archiv-Boxen gefunden, für die es auch Hängeregister-Einsätze gibt. In denen werde ich dann demnächst sperrigere Dinge verstauen, die aufgehoben werden sollen. Also in meinem Fall Belegexemplare von Aufträgen bzw. Produktmuster und Papierproben von Druckereien. Die eignen sich aber denke ich auch hervorragend zum Aufbewahren von Näh-Schnitten und anderen etwas unhandlichen Dingen.

Damit habe ich jetzt erst einmal genug zu tun. Ausserdem werd ich mir die Tage mal das Tutorial “Going Paperlesse. Start to Finish” zu Gemüte führen. Man lernt ja nie aus…

Und dann werde ich mich mal mit einem strukturierten Backup-System auseinander setzen müssen. Ob Cloud oder externe Platte, Raid System, automatisches oder manuelles Backup – nicht nur die Papiere, sondern auch die Daten wollen organisiert und gesichert sein – vor allem, wenn es vielleicht in Richtung paperless office geht… Wer da also schonmal Tipps und Tricks hat, kann mir sehr gerne weiterhelfen. Ich freu mich über Feedback!

 

– Stine –

 

 

 

* Wer selbst ein bisschen recherchieren mag, dem empfehle ich das lynda.com-Tutorial “Organizing Your Office for Maximum Efficiency” wirklich wärmstens.

 

 

 

Surviving the Kreativwirtschaft Teil 02

January 29th, 2016

zeit

 

Wie im letzten Post ja schon beschrieben, versuche ich gerade, mein Arbeitsleben zu organisieren. Mein erster Schritt war, dass ich mir einen ganz klassischen Stundenplan gebastelt habe. Klingt trivial, ist aber gar nicht so einfach. Zuerst einmal habe ich mir überlegt, was für Aufgaben so im Arbeitsalltag anstehen. Was muss erledigt werden, was ist mir wichtig? Und wie lange brauche ich normalerweise in der Woche für welche Aufgabe?

Dabei wurde mir klar, dass es eigentlich gar nicht sooooo unübersichtlich ist: Aktuelle Bestellungen erledigen, Ware auffüllen, Verpackungen und Ware nachbestellen, Buchhaltung, Social Media und Blog, die Läden on- und offline pflegen, Märkte vorbereiten bzw. Jobs und Aufträge bearbeiten.

Wenn man diese Punkte über die Wochentage verteilt, dann lässt sich für jeden Tag ein Schwerpunkt festlegen, der zusätzlich zu den aktuellen Bestellungen dazukommt – bei mir ist Montags zum Beispiel jetzt Waren-Tag. Da fülle ich das Lager auf, bestelle Materialien und Verpackungen (weil die dann noch im Laufe der Woche eintrudeln können). Dienstags ist Buchhaltungs- und Warenwirtschaftstag. Mittwochs dreht sich alles um Social Media. Donnerstags kümmere ich mich um alle Shops, also um Artikelbeschreibungen und Fotos der Onlineshops, aber auch um Nachschub für die Ladengeschäfte. Freitags ist dann für aktuelle Jobs und Aufträge reserviert – falls da nichts ansteht, werden die Märkte vorbereitet oder ich bilde mich weiter. Mit meinem Jahresabo für lynda.com gibts für mich immer was zu lernen und zu entdecken, da kommt also keine Langeweile auf.

Natürlich ist genau an dem Montag, an dem ich so richtig “nach Plan” durchstarten wollte, die Lütte krank geworden und alles war mehr oder weniger für die Katz’. Aber irgendwie ist es in meinem Kopf trotzdem alles ein bisschen ordentlicher geworden.

Falls es Euch auch so geht, dass ihr im Wirrwarr der Aufgaben ein bisschen untergeht, habe ich eine kleine Übersicht gebastelt. Dort könnt ihr Eure To-Dos sammeln und die Stunden eintragen, die ihr damit wöchentlich so in etwa verbringt. Das kann dann der Startpunkt für Euren eigenen “Stundenplan” werden.

—> hier geht’s zum Download <—

 

 

Letter-Paper-A4-2_web

 

Wem es schwer fällt, einzuschätzen, wieviel Zeit jede Woche für welche Aufgaben draufgeht, dem empfehle ich wärmstens Zeiterfassungs-Programme oder Apps wie beispielsweise “Toggl”. So ein bisschen Selbstkontrolle kann ganz ordentliche Überraschungen bringen – zum Beispiel, dass an und für sich kleine Aufgaben irgendwie unheimlich lange dauern können. Oder dass man Dinge, die man für total wichtig hält in erstaunlich kurzer Zeit abhandelt und dafür vielleicht doch ein bisschen mehr Luft einplanen sollte.

Der Vorteil ist ausserdem, dass man Aufgaben, die einem nervig im Kopf rumschwirren, jetzt einfacher beiseite schieben kann, weil man ja weiss, dass man für sie demnächst Zeit eingeplant hat und sie erledigen wird. Im Gegenzug werden endlich mal Dinge angegangen, die man zwar schon längst hätte mal machen sollen, für die man sich aber nie wirklich Zeit genommen hat (weil man sie vielleicht auch nicht so gerne macht).

Im Moment ist bei mir mit Re-Design und Umstrukturierung noch viel aufzuholen und daher brauche ich zum Beispiel einen ganzen Tag für die Buchhaltung. Wenn alles auf dem laufenden ist sollte aber dafür weniger Zeit nötig sein und dann hoffe ich, dass mehr Ruhe und Kraft für Kreatives bleibt. Mit hat das also sehr gut getan mit dem Überdenken und Planen meiner Zeit. Ich weiss, dass das nicht jedem liegt oder hilft, aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen unter euch auch eine Möglichkeit, das Kopf-Chaos in den Griff zu bekommen.

Ahoi!

– Stine –

 

 

Surviving the Kreativwirtschaft Teil 01

January 27th, 2016

 

wald

 

Schon seit einiger Zeit beschäftigt mich die Zukunftsfähigkeit meines Jobs immer wieder und damit auch die Frage: Hat sich die Handmade-Welle totgelaufen? Sind angesichts der ganzen Mietfach-Geschäfte, DIY Plattformen, Handmade-Märkte und Auf-den-Selfmade-Zug-aufspringenden-Großkonzernen die Kunden nicht schon derart übersättigt, dass “dieser ganze Design-Kram” allen schon aus den Ohren rauskommt?

Oder ist man schlichtweg zu sehr Teil der “Handmade-Bewegung” und durch die ständige (virtuelle und tatsächliche) Begegnung mit Kollegen, befreundeten Designern und anderen Kreativen  zu sehr “drin” und damit schneller übersättigt als ein “normaler” Kunde? Sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Vielleicht gibt es das Problem ja nur in meiner von Pinterest, Instagram und DaWanda-Etsy-selekkt überreizten Phantasie.

Dass der Markt irgendwie übersättigt sein muss hat für mich damals das schnelle Aufgeben der deutschen “NotonTheHighStreet”-Plattform gezeigt: Diese in Großbritannien ziemlich erfolgreiche Website mit Handmade-Angeboten war in Deutschland mit ordentlich Etat, Mitarbeitern und richtig viel Werbung gestartet, um dann nach knapp einem Jahr die Segel zu streichen. An guten Verkäufern und engagierten Mitarbeitern hats echt nicht gemangelt – trotzdem haben sie in Deutschland nicht Fuß fassen können, weil der Markt einfach nicht genug hergegeben hat.

Daher bleibt letztendlich die Frage: Soll man immer noch brav seine Produkte entwickeln, (mehr oder weniger) in Handarbeit produzieren, in diverse Online-Shops und Ladengeschäfte einstellen und auf einem der gefühlt tausend Märkte verkaufen? Oder sich diesen ganzen Mist mit der Buchhaltung, der Bürokratie und den ständig veränderten Richtlinien und Gesetzen inklusive Abmahngefahr einfach nicht mehr geben – weil schließlich doch eigentlich zuwenig Geld rumkommt für all’ die Arbeit?

Muss man deswegen an einer bestimmten Stelle im Lebenslauf nach dem Motto “Go Big or Go Home” mehr und mehr “outsourcen” und möglichst international werden, damit sich der Verkauf überhaupt noch lohnt?

Also nicht mehr selber ransetzen, sondern günstig produzieren lassen? In großen Stückzahlen und/ oder Fernost? Und hoffen, dass es irgendwann DEN Großauftrag gibt, der einem den Durchbruch verschafft?

Zwischen dem Glück an der heimischen Schlagschere und einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Preisgestaltung liegen also Welten. Wie schafft man es, die beiden miteinander zu kombinieren?

Zack, feddich: Knoten im Kopp.

 

Ich für mich habe beschlossen, dass ich erst einmal trotz dieser ganzen Probleme und Gedanken ein Teil der Kreativwirtschaft bleiben möchte – von Zuhause aus selbständig zu sein und das machen zu können, was ich liebe ist gerade in meiner jetzigen Situation wunderbar: Die zeitliche Flexibilität ist immer wieder ein absoluter Pluspunkt, wenn Lütti irgendwie schwächelt. Ausserdem bin ich jederzeit innerhalb von 10 Minuten zum Kindergarten geradelt, wenn mal was sein sollte. Klar zehren die Markt-Wochenenden ein bisschen am Familienleben und dass ausgerechnet die Vorweihnachtszeit die stressigste des Jahres ist, trägt auch nicht gerade zur besinnlichen Adventsstimmung bei. Aber der direkte Kontakt zu Kunden und Kollegen auf den Märkten ist für mich Gold wert – wenn man die meiste Zeit im stillen Kämmerlein arbeitet, ist es einfach herrlich, mal wieder so mittendrin in der Menge zu stehen, Meinungen zu hören und Erfahrungen auszutauschen.

Trotzdem bleiben ein paar Fragen, die ich mir jetzt dringend mal beantworten muss. Zum Beispiel das mit dem Outsourcen. Da hat sich bei “sonst noch was?” ja schon ziemlich viel getan: Am Anfang habe ich hier jedes Kärtchen noch selber ausgedruckt, gefalzt und zurechtgeschnitten. Inzwischen lasse ich alle Motive in deutschen Druckereien auf FSC-zertifiziertem Papier drucken – falzen und schneiden muss ich zwar in den meisten Fällen auch noch, aber es fällt schon einiges an Arbeit weg. Der Nachteil ist, dass ich immer eine Mindestzahl an Karten abnehmen muss und nicht mehr “on demand” produziere. Das heisst dann auch, dass ich hier ordentlich Platz zum Lagern brauche, was vor unserem Umzug in der kleinen Bonner-Altstadt-Wohnung gar nicht machbar gewesen wäre…

Im Kern ist das mit dem Outsourcen aber nicht wirklich eine Kosten- und Platzfrage, sondern in meinem Fall schlichtweg ein Zeit-Problem: Mit zwei Labels (sonst noch was? und meinen Fotografien), insgesamt 7 Onlineshops und Präsenzen auf diversen Grafikplattformen wie Society6.com oder art-cover.eu bleibt einfach neben der Bestellabwicklung, Buchhaltung, Beantwortung von Kunden- und Presseanfragen viel zu wenig Zeit für das Herstellen der Artikel. Da müssen die Onlineshops bestückt und Ladengeschäfte mit Ware beliefert werden. Märkte brauchen Vorbereitung, zwischendrin soll ja auch mal Social-Media-mäßig was passieren und der Blog kommt meistens viel zu kurz. Ausserdem nehme ich ja ab und zu auch ganz wunderbare Grafik-Aufträge an oder mache Foto-Shoots, die mir total viel Freude machen. Neue Produkte zu entwickeln, zu fotografieren und online zu stellen ist da erst recht ein bisschen utopisch geworden und ich bin froh, wenn ich bestimmte Arbeitsschritte auslagern kann.

Das Problem ist, dass man sich total “zerfasert”. Es gibt so wahnsinnig viele Dinge zu tun, dass man immer irgendetwas anfängt und dann nicht zuende bringt. Jedenfalls geht es mir so (vielleicht kriegt ihr das ja besser hin). Also muss ein Plan her, damit ich in Zukunft besser arbeiten kann, die Routineaufgaben schneller erledigt sind und ich mehr Zeit habe, mich um die wichtigen und schönen Dinge zu kümmern: Entdecken, Erfinden und Entwickeln.

Mein erster Schritt ist ein Zeitplan, um den es dann beim nächsten Mal gehen soll.

Hat jemand sonst noch gute Tipps? Wie isn das bei euch so? Fühlt ihr euch noch wohl als Teil der “Kreativwirtschaft”? Auf welcher Plattform treibt ihr euch am liebsten rum?

Ich würd mich über eure Erfahrungen sehr freuen – vielleicht bin ich ja nicht die einzige, die ab und zu den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

Ahoi!

– Stine –

 

 

Edit: Auf der “snw?”-Facebookseite haben sich schon ein paar Tipps und Erfahrungen gesammelt. Wer mag, kann also dort vorbeischauen und sehen, wie es anderen so ergeht.

 

 

 

 

 

Engelchen flieg

January 23rd, 2016

angel policy

 

Ich werde ja immer wieder angesprochen, ob mit “sonst noch was”- Stempeln hergestellte Produkte verkauft werden dürfen. Nach reiflicher Überlegung habe ich jetzt eine “Angel Policy” angelegt, die das unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Natürlich gilt hier ein ganz ordentlicher Vertrauensvorschuss, weil ich ja nicht kontrollieren kann, wo und wann wer welche Motive benutzt und verkauft – aber ich denke (und hoffe!), dass gerade unter Kreativen eine gewisse Solidarität herrscht. Und wenns nur im Sinne von “Was du nicht willst, das man dir tu’…” ist.

Möglicherweise ein wenig naiv (ich erinnere nur an diesen haarsträubenden Fall einer immer noch sehr erfolgreich auf DaWanda aktiven Verkäuferin), aber der Glaube an das Gute im Menschen ist eben so drin bei mir (und bei Astrid ja auch).

Wer also die Stempelchen benutzen mag, um damit hergestellte Artikel offline zu verkaufen, der findet hier die aktuelle Angel Policy von “snw?”. Wir freuen uns über Bildmaterial der hergestellten Sächelchen und rühren gern hier im Blog ein bisschen die Werbetrommel für euch und eure Produkte.

Also, viel Spaß beim Stempeln!

 

– Stine –

 

 

Re-Design, die dritte: Muster & “Brand Elements”

January 21st, 2016

Farben: check.
Schriften: check.
Muster: öhm.

So oder so ähnlich sah es in meinem Kopf aus, als ich mir nach den Entscheidungen für Farben und Typographie Gedanken über das Re-Design von “sonst noch was?” gemacht habe. Für die Verpackungsmaterialien und auch für Blog-Header und Social-Media-Hintergründe braucht man ja ein kleines bisschen Abwechslung und das sind dann eben die sogenannten “Brand Elements”.

Die kleinen Pünktchen von der “Wonderful Day”-Postkarte aus dem letzten Post sind wie gesagt auf jeden Fall schonmal gesetzt – dazu kommt, dass ich den Kreis als Symbol sehr schön schlicht und passend finde. Bei “snw?” waren ja schon immer runde kleine und große Sticker im Einsatz und das soll auch sehr gern so bleiben. Ich hab mir also Punkte als “mein” Motiv rausgepickt und ein bisschen mit Mustern experimentiert. Für ein anderes (sehr, sehr schönes!) Grafik-Projekt für die Aktion Mensch über Inklusion, an dem ich gerade arbeite hatte ich auch schon mit Kreisen herumgetestet und als ich nach viel Probiererei nochmal dort in meinen Skizzen geschaut habe, ist mir die Bleistift-Roh-Version eines Musters über den Weg gelaufen, das ich total schön fand. Für das Inklusions-Projekt hatten wir uns für ein anderes Muster entschieden, daher konnte ich den Entwurf ohne schlechtes Gewissen direkt für “snw?” verwursten. Yay! Man sollte echt öfters mal durch die ganzen Anfangsskizzen von alten Projekten gucken…

Gerade für die C6 Briefumschläge fand ich das Muster seht nett – ein Klick auf das Bild führt Euch zu einer größeren Version, auf der man dann mehr Details erkennen kann:

 

envelope_dots_web

 

Und hier (tadaa… Tusch!) sind die neu gestalteten Verpackungsmaterialien und Versand-Verpackungen inklusive Sticker jetzt alle noch einmal auf einem Haufen (auch hier gibts eine größere Ansicht bei Klick):

 

overview_branding_web

 

 

Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Und was ist mit dem wichtigsten, dem Logo? tja, das Logo… So ein “richtiges” Logo hatten wir ja eigentlich noch nie, sondern eine typografische Umsetzung des Labelnamens in einer ausgeschriebenen und einer abgekürzten Version. Ob es dafür auch eine neue Version gibt und ob wir zusätzlich dazu noch ein Logo brauchen, darum kümmere ich mich dann beim nächsten Mal.

Bis dahin, ahoi!

– Stine –

 

 

Re-Design, die erste: Inspiration

January 14th, 2016

 

moodboard_snw_2016don&brook branding | canvas basket hema | watercolor stripes by striped cat studio | creative white space over at emmas blogg | why hello print by letters on love at etsy (currently unavailable) | polka dot kraft paper by paschen | dille & kamille storefront on instagram | beautiful things print by daniel patrick simmons

 

Wie vorgestern ja schon geschrieben, bringt 2016 einige Veränderungen mit sich – seit einigen Wochen stöbere ich schon im Netz und überall sonst nach Inspiration für ein neues Branding und stolpere dabei über so viele schöne Dinge, dass es wahnsinnig schwer fällt, sich zu entscheiden, in welche Richtung es gehen soll. Etwas für sich selbst zu entwerfen ist irgendwie viel schwieriger als für Kunden – da fehlt einfach der Abstand…

Nach viel Überlegung wird der neue Look von “snw?” so aussehen wie sich mein persönlicher Geschmack in den letzten zwei/drei Jahren entwickelt hat: Schwarz und Weiß mit klaren geometrischen Mustern und industriellen Formen in Kombination mit Holz oder Naturpapier. Dazu kommt eine schlichte Typografie, die aber nicht kühl wirken soll und eine reduzierte Farbpalette in grau-blau. So weit, so gut. Mein “Moodboard” seht ihr oben (“Click!” auf die Grafik für eine größere Ansicht) und bald könnt ihr noch ein wenig hinter die Kulissen schauen, wie es mit dem Re-Design weitergeht – dann zeige ich Euch meine Suche nach passenden Schriften.

Ahoi!

– Stine –

 

 

Frohes Neues Jahr!

January 12th, 2016

www.stine-wiemann.com

 

2016 ist zwar schon fast zwei Wochen alt, aber der Neujahrsgruß nach unserer Winterpause kommt immer noch von Herzen!

Wir wünschen Euch ein fantastisches neues Jahr und hoffen, dass alle Eure Wünsche wahr werden. Bei uns läutet dieser Januar einige Veränderungen ein: Wer kürzlich mal bei uns im Shop rumgeschaut hat wird vielleicht schon bemerkt haben, dass einige unserer Artikel nicht mehr im Sortiment sind. Das liegt vor allem daran, dass Astrids Designs jetzt nicht mehr über “sonst noch was?” verkauft werden. Ob und wann sie einen eigenen Shop eröffnet ist noch nicht ganz klar, aber wir werden Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, falls sich da was tut.

Ab jetzt werde ich (Stine) den Laden also alleine schmeißen – es war schlichtweg buchhalterisch zu aufwendig zu zweit und mit meinen familienbedingt kürzeren Arbeitszeiten habe ich das in dieser Form nicht mehr stemmen können. Ich werde Astrids Input sehr vermissen und hoffe, dass wir bald mal Zeit und Energie haben, wieder was zusammen zu gestalten, auch wenn es dann wohl ausserhalb von “snw?” sein wird.

Frei nach dem Motto “There’s Beauty in the Breakdown” werden die nächsten Wochen aber dazu genutzt, einige neue Designs zu entwickeln und ein neues Branding anzulegen. “sonst noch was?” muss einfach mal “abgestaubt” werden. Vielleicht habe ich mich einfach im täglichen Umgang mit den Artikeln, Verpackungsmaterialien und den Produktfotos ein bisschen sattgesehen – ich brauche jedenfalls ein wenig Veränderung. Das Jahres-Abo von “lynda.com” ist gebucht und die ersten Schritte zum Re-Design sind in den letzten Wochen schon gemacht. Es bleibt also spannend im neuen Jahr!

 

– Stine –